«Alles Scheisse» – was Fäkalsprache mit uns macht
«Scheissegal»? Von wegen!

Hand aufs Herz: Haben Sie heute schon «Scheisse!», «Shit!» oder «Kacke!» gedacht oder gesagt? Falls ja, willkommen im Club! Ob im Stau, wenn Ihr Navi Sie zum dritten Mal durch eine 30er-Zone schickt, beim Öffnen der Nebenkostenabrechnung oder wenn der Drucker im Büro wieder behauptet «Papierstau» zu haben – obwohl Sie schon zum fünften Mal den Deckel auf- und zuklappen – wir alle greifen zur Fäkalsprache. Und erstaunlicherweise ist das kein Zeichen von mangelnder Intelligenz, sondern laut Forschung sogar ein Hinweis auf Kreativität und emotionale Ausdruckskraft.
Wenn Worte wie Klopapier sind
Worte sind wie Klopapier: Mal weich, mal grob, und manchmal reissen sie genau da, wo man es am wenigsten gebrauchen kann. Psychologen haben herausgefunden, dass Fluchen ein Ventil ist. Wenn Sie sich den kleinen Zeh an der Bettkante stossen und «Aua!» rufen, passiert nicht viel. Wenn Sie aber «Verdammte Scheisse!» schreien, hält Ihr Körper das tatsächlich länger aus. Beim Fluchen werden Stresshormone ausgeschüttet, die Ihre Schmerzschwelle anheben. Kurz gesagt: Ein saftiges Schimpfwort wirkt wie eine Schmerztablette – nur ohne Rezeptpflicht.
Dauerfluchen – die verbale Abflussverstopfung
Doch Vorsicht: Wer permanent flucht, erzeugt im Kopf eine Art «Wort-Kanalverstopfung». Sprache prägt unsere Realität. Stellen Sie sich vor: Jemand im Team sagt dauernd «Das ist doch alles für’n Arsch». Nach zwei Wochen glaubt die ganze Abteilung, sie sitze in einem metaphorischen Klo. Kommunikationsforscher belegen, dass negative Sprache das Denken, Handeln und sogar das Teamklima belastet. Dauerfluchen ist also wie Kaffeesatz im Firmenautomaten: Irgendwann schmeckt die Brühe niemandem mehr.
Reden ist Dünger – oder Gülle
Hier wird es spannend: Coaching und Mediation zeigen klar, dass Worte nicht nur eine Form des Ausdrucks sind, sondern eine grosse Gestaltungskraft in sich bergen. Mit Worten können Sie Brücken bauen – oder Gräben ziehen. Mit Worten können Sie Kolleginnen motivieren – oder sie zum innerlichen Augenrollen bringen. Kurz: Sie entscheiden, ob Sie in Gesprächen Dünger oder Gülle streuen. Und ganz ehrlich: Schon mal jemandem ein Kompliment gemacht? Genau. Das leuchtet in Gesichtern heller als jede Bürolampe.
Fazit: Humor ja, aber bitte mit Spülung
Natürlich: Ein gut platziertes «Scheisse!» (oder vielleicht ein charmantes «Scheibenkleister!») kann verbinden, entlasten und für Gelächter sorgen – zum Beispiel in der Küche, wenn das Spaghetti-Sieb im Schrank ganz unten versteckt ist und Sie sich verrenken, als würden Sie «Twister» spielen. Im entscheidenden Meeting oder beim schwierigen Gespräch mit dem Geschäftspartner sollten Sie jedoch lieber zur sprachlichen «Spülung» greifen und lösungsorientiert bleiben. Sprich: Spülen Sie lieber mit klaren, freundlichen und wertschätzenden Worten.
Denn am Ende ist es wie im Garten: Aus Mist wächst zwar manchmal etwas – aus Scheisse jedoch ganz bestimmt kein Rosengarten.
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Eine gekonnte Kommunikation mit sich selbst und anderen ist für Frieden zentral − das A und O!
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